PARACHUTE(S)

PARACHUTE(S)

Parachute(s) war eine multimediale, interdisziplinäre und digitale Ausstellung zum Thema Luft. Die Ausstellung wurde von dem Künstlerinnen-Kollektiv QUO für das Kunstfestival 48 Stunden Neukölln mitten im Corona-Lockdown entwickelt. Die ausgestellten Werke – eingereicht von Menschen in und um Berlin – wurden mit Hilfe von QR-Codes an im Stadtraum aufgehängten Fallschirmen sichtbar.

Vom 18. - 20. Juni 2021 war Parachute(s) über Fallschirme im Festivalgebiet von 48 Stunden Neukölln zu erreichen. Im Anschluss war die Ausstellung ein weiteres Jahr online geöffnet.

FINDE DIE FALLSCHIRME


In dieser Ausstellung mussten die Werke zunächst gefunden werden. Parachute(s) erstreckte sich über das gesamte Festival-Gebiet von 48 Stunden Neukölln und fand mit einer raumgreifenden Installation Thomasstraße/ Ecke Rübelandstraße ihren Mittelpunkt.

PARTNER:INNEN


Parachute(s) haben wir gemeinsam für 48 Stunden Neukölln entwickelt und mit der Hilfe von vielen tollen Menschen realisiert.


Ein großer Dank geht vor allem an alle Künstler:innen, die ihre Arbeiten für die Ausstellung eingereicht und entwickelt haben. Außerdem ein herzlicher Dank an Bina und alle Skydiver, die uns ihre geliebten aber in die Jahre gekommenen Fallschirme für dieses Projekt organisiert und gespendet haben! Danke an ANTON für die Laseraugen und U-karton für Luft beim Polstern! Zu guter Letzt: Herzlichen Dank an Jie, Philippa, Florian, Henriette, Valentin, Toni und Elena, die auf den letzten Metern eingesprungen sind!


Caro und Lea von QUO erzählen im 48 Stunden Neukölln Podcast mehr zu der Hintergründen von Parachute(s) und dem Kollektiv selbst. Das kann hier nachgehört werden: audioart - Kunst auf die Ohren

ZUM HINTERGRUND DER AUSSTELLUNG


Als Ende der 1940er Jahre ein vom Krieg gezeichnetes Berlin abgeschnitten und während der Berlin-Blockade alle Zugangswege nach West-Berlin abgeriegelt wurden, entstand die Berliner Luftbrücke, die als logistische Meisterleistung in die Geschichte einging. Der Begriff Rosinenbomber, der auf eine Idee des US-Piloten Gail Halvorsen zurückgeht, entstand. Halvorsen wollte Kindern in Berlin, die in ihren kurzen Leben bisher wenig anderes als Krieg und Zerstörung erlebt hatten, eine Freude machen, indem er an selbstgebastelten Fallschirmen befestigte Süßigkeiten über der Stadt abwarf. Was sicherlich heute auch als genehmes Propagandamittel gedeutet werden kann, ist zugleich unumstritten eine Idee, die in ihrer Schlichtheit und dem Mitgefühl vielen Menschen Hoffnung und Freude gebracht hat. Die Blockade Berlins dauerte 11 Monate - In dieser Zeit wurden mehrere Tonnen Süßigkeiten mit Fallschirmen über Berlin abgeworfen.

Eine (Luft)Brücke geschlagen zu heute: Anders als vor 80 Jahren ist es nicht in erster Linie unser Magen, den es nun nach Abwechslung dürstet, sondern unser Geist. Die Schließung von Galerien, Theaterhäusern, Kneipen und Konzertstätten hat Begegnungen von Publikum und Kulturschaffenden in der Öffentlichkeit weitestgehend verhindert. Mit Parachute(s) möchten wir beginnen, den Freiraum punktuell wieder zu füllen, dezentrale Orte der Begegnung zu schaffen und kleine Anlässe zum Träumen und Nachdenken zu bieten.

Die einzelnen Werke der Ausstellung waren während der 48 Stunden über

QR-Codes an Fallschirmen per Smartphone abrufbar. Jeder der über 100 Fallschirme im Stadtraum (ausrangierte Fallschirme dienten als Material für die kleineren Nachbauten) steht dabei für ein bestimmtes Werk im digitalen Raum. Um die Ausstellungsstücke betrachten zu können musste daher der Weg durch den realen Stadtraum bzw. der Weg von Fallschirm

zu Fallschirm begangen werden.

Parachute(s) möchte eine Brücke zwischen Luft und Erde, Vergangenheit und Zukunft, Digital- und Stadtraum und nicht zuletzt zwischen den Ausstellenden und dem Publikum schaffen.

WORKS 


Die Ausstellung an sich ist seit dem 21. April 2022 nicht mehr zugänglich. Damit ihr trotzdem einen Eindruck bekommen könnt, wie sie aussah -->

MAKING OF PARACHUTE(S)

MAKING OF PARACHUTE(S)

Große Installation